Smart Health und verantwortungsvolle KI in San Francisco
Wie können Künstliche Intelligenz und digitale Gesundheitslösungen dazu beitragen, Versorgung zu verbessern, gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen? Mit diesen Fragen reiste im September 2025 eine Delegation im Rahmen von GETA International nach San Francisco und in die Bay Area.
Gemeinsam mit CITRIS Health, dem German Center for Research and Innovation San Francisco (DWIH) sowie weiteren Partnern erhielt die Delegation direkte Einblicke in eines der weltweit führenden Innovationsökosysteme für Künstliche Intelligenz, Digital Health und technologische Forschung.
GETA International steht für „Gegen Einsamkeit und für digitale Teilhabe im Alter – Internationale Lern- und Entwicklungspartnerschaft“. Ziel des Projekts ist es, internationale Impulse aufzunehmen, nachhaltige Partnerschaften aufzubauen und neue Ansätze für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft nach Deutschland und insbesondere Berlin zu übertragen.*
Gemeinsam mit CITRIS Health, dem German Center for Research and Innovation San Francisco (DWIH) sowie weiteren Partnern erhielt die Delegation direkte Einblicke in eines der weltweit führenden Innovationsökosysteme für Künstliche Intelligenz, Digital Health und technologische Forschung.
GETA International steht für „Gegen Einsamkeit und für digitale Teilhabe im Alter – Internationale Lern- und Entwicklungspartnerschaft“. Ziel des Projekts ist es, internationale Impulse aufzunehmen, nachhaltige Partnerschaften aufzubauen und neue Ansätze für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft nach Deutschland und insbesondere Berlin zu übertragen.*
Zwischen technologischem Potenzial und Verantwortung
Den fachlichen Auftakt bildete eine zweitägige Executive Masterclass an der University of California, Berkeley. Führende Expert*innen aus Wissenschaft, Gesundheitswirtschaft, Venture Capital und Start-up-Praxis beleuchteten aktuelle Entwicklungen rund um Smart Health und Künstliche Intelligenz.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein die Frage, was technologisch möglich ist. Ebenso intensiv wurde diskutiert, unter welchen Bedingungen KI-Anwendungen sicher, gerecht und verantwortungsvoll eingesetzt werden können.
Bereits der erste Impuls verdeutlichte dieses Spannungsfeld: Unter dem Titel „Dr Jekyll and Mr Hyde: The Promise and Peril of AI in Healthcare“ sprach Shomit Ghose von Clearvision Ventures über die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit dem Einfluss von KI auf die klinische Versorgung, intelligenten Automatisierungsprozessen, Sprachverarbeitung sowie der Nutzung von Echtzeitdaten für medizinische Entscheidungen.
Ein wiederkehrendes Thema war die Notwendigkeit, Innovationen von Beginn an, an den tatsächlichen Anforderungen des Gesundheitssystems auszurichten. Dazu gehören nicht nur medizinischer Nutzen und technische Qualität, sondern auch Datenschutz, Cybersicherheit, regulatorische Anforderungen, tragfähige Geschäftsmodelle und nicht zuletzt die Anpassung an den Nutzenden.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein die Frage, was technologisch möglich ist. Ebenso intensiv wurde diskutiert, unter welchen Bedingungen KI-Anwendungen sicher, gerecht und verantwortungsvoll eingesetzt werden können.
Bereits der erste Impuls verdeutlichte dieses Spannungsfeld: Unter dem Titel „Dr Jekyll and Mr Hyde: The Promise and Peril of AI in Healthcare“ sprach Shomit Ghose von Clearvision Ventures über die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit dem Einfluss von KI auf die klinische Versorgung, intelligenten Automatisierungsprozessen, Sprachverarbeitung sowie der Nutzung von Echtzeitdaten für medizinische Entscheidungen.
Ein wiederkehrendes Thema war die Notwendigkeit, Innovationen von Beginn an, an den tatsächlichen Anforderungen des Gesundheitssystems auszurichten. Dazu gehören nicht nur medizinischer Nutzen und technische Qualität, sondern auch Datenschutz, Cybersicherheit, regulatorische Anforderungen, tragfähige Geschäftsmodelle und nicht zuletzt die Anpassung an den Nutzenden.
Gute Lösungen brauchen einen klaren Mehrwert
Wie entscheidend die Perspektive der Kostenträger für die erfolgreiche Einführung neuer Lösungen ist, zeigte Kim MacPherson von der Haas School of Business. Ihr Beitrag richtete den Blick auf eine zentrale Frage für viele Start-ups und Innovationsprojekte: Wer profitiert konkret von einer Lösung – und wer ist bereit, dafür zu bezahlen?
Technologische Innovation allein reicht nicht aus. Erfolgreiche Produkte müssen einen nachvollziehbaren Mehrwert für Patient*innen, Fachkräfte, Versorgungseinrichtungen und Kostenträger schaffen. Gerade im Gesundheitswesen ist es daher wichtig, klinische, soziale und wirtschaftliche Wirkungen gemeinsam zu betrachten.
Auch ethische Fragestellungen nahmen einen wichtigen Platz ein. Mark Nitzberg vom Center for Human-Compatible AI der UC Berkeley zeigte auf, welche Fallstricke bei der Entwicklung KI-basierter Anwendungen vermieden werden sollten. Im Fokus standen unter anderem die Anforderungen von HIPAA und DSGVO, Fragen der KI-Governance sowie der Schutz sensibler Gesundheitsdaten.
Technologische Innovation allein reicht nicht aus. Erfolgreiche Produkte müssen einen nachvollziehbaren Mehrwert für Patient*innen, Fachkräfte, Versorgungseinrichtungen und Kostenträger schaffen. Gerade im Gesundheitswesen ist es daher wichtig, klinische, soziale und wirtschaftliche Wirkungen gemeinsam zu betrachten.
Auch ethische Fragestellungen nahmen einen wichtigen Platz ein. Mark Nitzberg vom Center for Human-Compatible AI der UC Berkeley zeigte auf, welche Fallstricke bei der Entwicklung KI-basierter Anwendungen vermieden werden sollten. Im Fokus standen unter anderem die Anforderungen von HIPAA und DSGVO, Fragen der KI-Governance sowie der Schutz sensibler Gesundheitsdaten.
KI für chronische Erkrankungen und ein gutes Leben im Alter
Am zweiten Tag rückten konkrete Anwendungsfelder in den Mittelpunkt. Fachbeiträge zeigten, wie KI das Management chronischer Erkrankungen unterstützen, Diagnostik verbessern und die Versorgung älterer Menschen weiterentwickeln kann.
Rebecca Boxer von der UC Davis stellte Einsatzmöglichkeiten für ältere Zielgruppen vor. Die Beispiele reichten von prädiktiven Analysen und Präventionsansätzen bis hin zur Erkennung von Sturzrisiken und sozialer Isolation. Damit wurde eine direkte Verbindung zu den Zielen von GETA International sichtbar: Digitale Lösungen können dazu beitragen, Risiken früher zu erkennen, Unterstützungsangebote besser auszurichten und soziale Teilhabe zu fördern.
Weitere Programmpunkte beschäftigten sich mit KI-gestützter Bildgebung, Robotik in der Gesundheitsversorgung sowie der Entwicklung und Neupositionierung von Medikamenten. Auch soziale Robotik und individualisierte Therapieansätze auf Basis patientenspezifischer Daten wurden diskutiert.
Dabei zeigte sich: Damit aus Forschung tatsächlich Wirkung entsteht, müssen Innovationen den Weg aus dem Labor in die Versorgung finden. Dieser Übergang von ersten Pilotprojekten zur nachhaltigen Skalierung bildete daher einen weiteren Schwerpunkt der Masterclass.
Rebecca Boxer von der UC Davis stellte Einsatzmöglichkeiten für ältere Zielgruppen vor. Die Beispiele reichten von prädiktiven Analysen und Präventionsansätzen bis hin zur Erkennung von Sturzrisiken und sozialer Isolation. Damit wurde eine direkte Verbindung zu den Zielen von GETA International sichtbar: Digitale Lösungen können dazu beitragen, Risiken früher zu erkennen, Unterstützungsangebote besser auszurichten und soziale Teilhabe zu fördern.
Weitere Programmpunkte beschäftigten sich mit KI-gestützter Bildgebung, Robotik in der Gesundheitsversorgung sowie der Entwicklung und Neupositionierung von Medikamenten. Auch soziale Robotik und individualisierte Therapieansätze auf Basis patientenspezifischer Daten wurden diskutiert.
Dabei zeigte sich: Damit aus Forschung tatsächlich Wirkung entsteht, müssen Innovationen den Weg aus dem Labor in die Versorgung finden. Dieser Übergang von ersten Pilotprojekten zur nachhaltigen Skalierung bildete daher einen weiteren Schwerpunkt der Masterclass.
Vom Pitch zum internationalen Marktzugang
Ein besonderes Element des Programms war der direkte Austausch mit Start-ups, Investor*innen und Forschenden. In kurzen Pitches präsentierten Teilnehmende und Unternehmen ihre Ansätze und erhielten unmittelbares Feedback von einem fachkundigen Panel.
Die Diskussionen machten deutlich, dass der Markteintritt in den USA besondere Anforderungen mit sich bringt. Neben einem klaren Nutzenversprechen spielen die Auswahl geeigneter Partner, der Zugang zu ersten Kund*innen, klinische Evidenz und die richtige Finanzierungsstrategie eine zentrale Rolle.
Gerade für deutsche und europäische Start-ups bot die Reise damit eine wertvolle Gelegenheit, das eigene Geschäftsmodell aus einer internationalen Perspektive zu betrachten und neue Kontakte für mögliche Kooperationen, Pilotprojekte und Marktzugänge zu knüpfen.
Die Diskussionen machten deutlich, dass der Markteintritt in den USA besondere Anforderungen mit sich bringt. Neben einem klaren Nutzenversprechen spielen die Auswahl geeigneter Partner, der Zugang zu ersten Kund*innen, klinische Evidenz und die richtige Finanzierungsstrategie eine zentrale Rolle.
Gerade für deutsche und europäische Start-ups bot die Reise damit eine wertvolle Gelegenheit, das eigene Geschäftsmodell aus einer internationalen Perspektive zu betrachten und neue Kontakte für mögliche Kooperationen, Pilotprojekte und Marktzugänge zu knüpfen.
Austausch im German Hub von San Francisco
Am dritten Tag war die Delegation beim DWIH San Francisco im Financial District zu Gast. Zahar Barth-Manzoori, Direktorin des DWIH, gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich Global Health und in die Arbeit des deutschen Forschungs- und Innovationsnetzwerks in den USA.
Sven Potthoff von der German American Chamber of Commerce beleuchtete die Chancen und Herausforderungen deutscher Start-ups im Silicon Valley. Dabei ging es unter anderem um unterschiedliche Marktlogiken, den Aufbau lokaler Netzwerke und die Frage, wie deutsche Unternehmen in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld Fuß fassen können.
Neben den fachlichen Impulsen bot der Tag Raum für gemeinsame Reflexion, individuelle Gespräche und selbstorganisierte Treffen mit Expert*innen und potenziellen Partnern. So konnten die Teilnehmenden die Inhalte der Masterclass auf ihre eigenen Projekte und Fragestellungen übertragen.
Sven Potthoff von der German American Chamber of Commerce beleuchtete die Chancen und Herausforderungen deutscher Start-ups im Silicon Valley. Dabei ging es unter anderem um unterschiedliche Marktlogiken, den Aufbau lokaler Netzwerke und die Frage, wie deutsche Unternehmen in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld Fuß fassen können.
Neben den fachlichen Impulsen bot der Tag Raum für gemeinsame Reflexion, individuelle Gespräche und selbstorganisierte Treffen mit Expert*innen und potenziellen Partnern. So konnten die Teilnehmenden die Inhalte der Masterclass auf ihre eigenen Projekte und Fragestellungen übertragen.
Innovation braucht Übersetzung
Das Vertiefungsprogramm an der UC Davis und der UC Berkeley richtete den Blick noch stärker auf die praktische Umsetzung. Behandelt wurden unter anderem Geschäftsmodelle von Gesundheitssystemen, angewandte Gesundheitsinformatik, KI-Forschung, Product-Market-Fit und Venture-Finanzierung.
In Mentor Circles erhielten die Teilnehmenden individuelles Feedback von Investorinnen, Wissenschaftlerinnen und erfahrenen Gründer*innen. Pitch-Trainings und Peer-Coaching halfen dabei, eigene Vorhaben weiterzuentwickeln und deren klinischen sowie wirtschaftlichen Nutzen klarer herauszuarbeiten.
Die Reise zeigte, dass erfolgreiche Innovation nicht allein durch neue Technologien entsteht. Entscheidend ist die Übersetzung: von Forschung in Anwendung, von einer Idee in ein tragfähiges Geschäftsmodell und von internationalen Erfahrungen in konkrete Maßnahmen für den deutschen Markt.
In Mentor Circles erhielten die Teilnehmenden individuelles Feedback von Investorinnen, Wissenschaftlerinnen und erfahrenen Gründer*innen. Pitch-Trainings und Peer-Coaching halfen dabei, eigene Vorhaben weiterzuentwickeln und deren klinischen sowie wirtschaftlichen Nutzen klarer herauszuarbeiten.
Die Reise zeigte, dass erfolgreiche Innovation nicht allein durch neue Technologien entsteht. Entscheidend ist die Übersetzung: von Forschung in Anwendung, von einer Idee in ein tragfähiges Geschäftsmodell und von internationalen Erfahrungen in konkrete Maßnahmen für den deutschen Markt.
Impulse für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft
Die Lernreise nach San Francisco eröffnete einen differenzierten Blick auf die Möglichkeiten von Smart Health und Künstlicher Intelligenz. Sie zeigte sowohl das enorme Potenzial neuer Technologien als auch die Verantwortung, die mit ihrer Entwicklung und Einführung verbunden ist.
Besonders wertvoll war die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven: Wissenschaft traf auf Start-up-Praxis, Gesundheitsversorgung auf Venture Capital und technologische Entwicklung auf gesellschaftliche und ethische Fragestellungen.
Für die Teilnehmenden entstanden daraus neue Impulse für eigene Strategien, Forschungsprojekte und Pilotvorhaben. Gleichzeitig wurden wichtige internationale Kontakte geknüpft, die über die Reise hinaus weiterentwickelt werden können.
Mit GETA International schafft DUCAH Räume für genau diesen Austausch. Ziel ist es, internationale Innovationen nicht einfach zu übernehmen, sondern gemeinsam zu prüfen, wie sie menschenzentriert, verantwortungsvoll und nachhaltig in die deutsche Gesundheits- und Sozialwirtschaft übertragen werden können.
Die Delegationsreise wurde durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie aus Mitteln der Europäischen Union finanziell unterstützt.
*GETA International ist Teil des Programms für Internationalisierung (PfI-NETZ), gefördert durch SENWiEnBe mit Mitteln aus der Europäischen Union. GETA International ist Teil des Programms „Berlin goes International“
Besonders wertvoll war die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven: Wissenschaft traf auf Start-up-Praxis, Gesundheitsversorgung auf Venture Capital und technologische Entwicklung auf gesellschaftliche und ethische Fragestellungen.
Für die Teilnehmenden entstanden daraus neue Impulse für eigene Strategien, Forschungsprojekte und Pilotvorhaben. Gleichzeitig wurden wichtige internationale Kontakte geknüpft, die über die Reise hinaus weiterentwickelt werden können.
Mit GETA International schafft DUCAH Räume für genau diesen Austausch. Ziel ist es, internationale Innovationen nicht einfach zu übernehmen, sondern gemeinsam zu prüfen, wie sie menschenzentriert, verantwortungsvoll und nachhaltig in die deutsche Gesundheits- und Sozialwirtschaft übertragen werden können.
Die Delegationsreise wurde durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie aus Mitteln der Europäischen Union finanziell unterstützt.
*GETA International ist Teil des Programms für Internationalisierung (PfI-NETZ), gefördert durch SENWiEnBe mit Mitteln aus der Europäischen Union. GETA International ist Teil des Programms „Berlin goes International“