Nach fünf intensiven Tagen in Singapur im Rahmen unseres Projektes GETA International ist klar:
Die Zukunft von Gesundheit und Altern entsteht dort, wo Prävention, digitale Lösungen und neue Versorgungsmodelle konsequent und nutzer*innenzentriert zusammengedacht werden. Und wenn nicht nur geredet, sondern gehandelt wird.
Unsere Delegationsreise hat uns nicht nur Einblicke in das singapurische Gesundheitssystem gegeben, sondern vor allem gezeigt, welche Impulse sich daraus für Berlin und Deutschland ableiten lassen.
Die Zukunft von Gesundheit und Altern entsteht dort, wo Prävention, digitale Lösungen und neue Versorgungsmodelle konsequent und nutzer*innenzentriert zusammengedacht werden. Und wenn nicht nur geredet, sondern gehandelt wird.
Unsere Delegationsreise hat uns nicht nur Einblicke in das singapurische Gesundheitssystem gegeben, sondern vor allem gezeigt, welche Impulse sich daraus für Berlin und Deutschland ableiten lassen.
Was Singapur besonders (gut) macht
Schon am ersten Tag wurde deutlich, wie selbstverständlich in Singapur Technologie in den Alltag älterer Menschen integriert wird. Im Sparkle Care Center in Kreta Ayer erlebten wir, wie soziale Robotik und digitale Bewegungsangebote nicht als Selbstzweck eingesetzt werden, sondern als konkrete Werkzeuge für Aktivierung, Teilhabe und Lebensqualität. Besonders eindrücklich war dabei der präventive Gedanke: Es wird bewusst in Personal und Angebote investiert, um Selbstständigkeit zu erhalten und stationäre Unterbringung möglichst zu vermeiden. Zum Beispiel werden durch die Verbindung von Robotic, Screens und Personal, die Menschen zum Mitmachen aktiviert, verschiedene Reize angesprochen und Freude und Motivation an der Aktivität vermittelt. Alle waren sportlich dabei!
Auch an den folgenden Tagen zeigte sich dieser holistische Ansatz immer wieder. Am JTC LaunchPad wurde sichtbar, wie eng Start-ups, Investoren und Investorinnen und Netzwerkpartner miteinander verzahnt sind. Im Singapore General Hospital (SGH) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Versorgung stärker in das häusliche Umfeld verlagert werden kann — etwa durch den Hospital@Home-Ansatz, Remote Monitoring und enge Partnerschaften zwischen Klinik, Community-Angeboten und Spezialisten und Spezialistinnen vor Ort. Der Leitgedanke dahinter: Weg von der Krankheitsbehandlung hin zu Gesundheitserhaltung und Prävention.
Innovation als Gemeinschaftsaufgabe
Ein weiterer starker Eindruck der Reise war die Geschwindigkeit, mit der in Singapur Innovationen zwischen Forschung, Versorgung und Wirtschaft zusammengeführt werden. Und welche Bedeutung sie in der politischen Gewichtung hat. Im Innovations- und Start-up-Hub co11ab Novena standen genau diese Schnittstellen im Zentrum. Ergänzt wurde dieser Blick durch das Länderbriefing von der Deutschen Botschaft und der Deutschen Auslandshandelskammer im German House, das die wirtschaftliche Dynamik Singapurs und die Chancen für internationale Kooperationen unterstrich.
Auch aus Perspektive der Delegation wurde deutlich, dass Singapur für einen grundlegenden Wandel steht: Forschung und Kommerzialisierung werden eng verzahnt, zugleich liegt der Fokus auf Healthy Longevity, Prävention und Digitalisierung. Wir lernen in Singapur, wie hier nicht nur Technologien, sondern ganze Innovationspfade identifiziert, von der Regierung finanziell ausgestattet und miteinander verknüpft werden.
Was wir aus Singapur mitnehmen
Singapur zeigt eindrucksvoll, wie ein Land durch klare Ziele, Offenheit für Innovation und konsequente Umsetzung zu einer der dynamischsten Healthy Aging-Lernquartiere der Welt wird. Unsere wichtigsten Learnings:
Unser besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden der Delegationsreise!
Die Vielfalt der Delegation – von Gründerinnen und Gründern digitaler Gesundheitslösungen über führende Akteurinnen und Akteure aus Gesundheitswesen und Politik – machte die Reise zu einem einzigartigen Raum für interdisziplinären Austausch und gemeinsame Innovation.
Auf dieser Grundlage möchten wir den begonnenen Dialog fortsetzen und die identifizierten Themen und Kooperationsansätze gemeinsam weiterentwickeln, um nachhaltige Innovationen für Gesundheit, Pflege und Altern im Quartier voranzubringen.
- Innovation entsteht in Ökosystemen. Bei co11ab Novena wurde sichtbar, wie eng Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen, Start-ups und Industrie zusammenarbeiten. Innovation wird nicht isoliert gedacht, sondern als Gemeinschaftsaufgabe.
- Geschwindigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil. Singapur beeindruckt durch die Fähigkeit, Strategien schnell in die Umsetzung zu bringen. Ideen werden getestet, angepasst und skaliert – mit einer Geschwindigkeit, die in Europa oft schwer erreichbar ist.
- Demografischer Wandel wird als Innovationsmotor verstanden. Themen wie Healthy Longevity, Künstliche Intelligenz in der Versorgung und altersfreundliche Lebensräume werden nicht als Problem, sondern als Chance für neue Lösungen und Geschäftsmodelle betrachtet.
- Internationale Partnerschaften werden aktiv gestaltet. Ob in Forschung, Gesundheitswirtschaft oder Technologie – die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Singapur bietet enormes Potenzial, wenn beide Seiten ihre jeweiligen Stärken gezielt einbringen.
- Zukunft im Gesundheitswesens wird nicht nur durch Technologie geprägt, sondern vor allem durch Mut zur Zusammenarbeit, Offenheit für neue Ansätze und die Bereitschaft, Innovation konsequent umzusetzen. Genau hier kann Europa von Singapur lernen – und gleichzeitig eigene Stärken einbringen.
Unser besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden der Delegationsreise!
Die Vielfalt der Delegation – von Gründerinnen und Gründern digitaler Gesundheitslösungen über führende Akteurinnen und Akteure aus Gesundheitswesen und Politik – machte die Reise zu einem einzigartigen Raum für interdisziplinären Austausch und gemeinsame Innovation.
Auf dieser Grundlage möchten wir den begonnenen Dialog fortsetzen und die identifizierten Themen und Kooperationsansätze gemeinsam weiterentwickeln, um nachhaltige Innovationen für Gesundheit, Pflege und Altern im Quartier voranzubringen.